RIT Reflexintegration®

Persistierende frühkindliche Reflexe und deren Auswirkungen auf Lernen sowie das Verhalten

Immer mehr Kinder fallen im Kindergarten und in der Schule durch Sprachschwierigkeiten, Lern- und Verhaltensprobleme, motorische Unruhe und Konzentrationsmangel auf, obwohl sie in ihrer Intelligenz ihren Klassenkameraden in nichts nachstehen. Häufig sind die Ursachen dafür persitierende frühkindliche Restreflexe, die nicht ausreichend in das Gehirn integriert worden sind.

Frühkindliche Reflexe sind automatische, unwillkürliche und sereotypische Bewegungsmuster, welche vom Hirnstamm, ohne Beteiligung des Kortex, ausgelöst werden. In der Schwangerschaft, während des Geburtsvorganges und in den ersten Lebensmonaten, sind diese Reflexe unerlässlich für die optimale Entwicklung und Reifung des Kindes. Jeder Reflex hat seine Aufgabe. Im Bauch der Mutter schützen sie zum Beispiel das Kind davor, sich mit der Nabelschnurr zu strangulieren. Wir finden sie auch bei einem normalen Geburtsvorgang wieder. Danach sind sie für die Weiterentwicklung zu einem laufenden, sprechenden, denkenden und handelnden Menschen verantwortlich. Bleiben jedoch nach getaner Arbeit noch Restreflexe (persistierende frühkindliche Reflexe) zurück, so können diese Auswirkungen auf die kognitive und motorische Entwicklung sowie auf die Leistungsfähigkeit haben.

Mit Hilfe des Reflexintegrationstrainings, kann eine Entwicklungsverzögerung aufgeholt, Nachreifung des zentralen Nervensystems und die neurologische Schulreife erreicht werden.

Aber was genau müsst ihr euch nun unter der Reflexintegration vorstellen?
Das Reflexintegrationstraining ist ein Bewegungsprogramm – sieh es als Gymnastik ohne Geräte.

Wie viel Zeit beansprucht das Training?
Einmal im Monat kommen ihr zu eurem Trainer und es wird euch gezeigt, welche Bewegungsabläufe euch die nächsten vier Wochen begleiten. Zuhause nehmen diese Übungen zehn Minuten eures Tages in Anspruch, an fünf Tagen in der Woche. Nach diesen zwanzig Wiederholungen ist es Zeit für den nächsten Termin mit eurem Trainer. Insgesamt müsst mit ihr sechs bis acht Monate für das gesamte Training rechnen.

Mögliche Verhaltensmuster:

  • verkrampfte Stifthaltung oder ungeschickter Umgang mit Besteck ect.
  • langsames Abschreiben von Texten
  • Blatt liegt mehr quer
  • Schriftführung verläuft nicht linear
  • häufige Verwechslung von Buchstaben und Zahlen (b/d, m/n, q/p, E/3, 72/27, …)
  • leicht ablenkbar
  • überspielt die Unsicherheit / Klassenclown
  • Konzentration auf das Wesentliche ist schwierig
  • schlechte, unruhige Sitzhaltung
  • motorisch unruhig, z.B. Stuhlkippeln
  • aufräumen und Ordnung halten ist schwierig

 


Buchempfehlung
Wieder im Gleichgewicht
Autor: Christine Sieber, Dr. Carsten Queisser
ISBN 978-3-466-31125-5